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Die letzte Woche: man hält mehr aus, als angenommen

Ich will ja nicht jammern....
Doch, irgendwie will ich schon ein bischen jammen.

Also: Der Adrenalinstoß aufgrund des nicht funktionierenden Beamers war eigentlich nur ein sanfter Einstieg in die folgenden Tage. Zunächst habe ich die Glanzleistung verbracht, mein Portemonaie mitsamt so ziemlich allen Papieren die ich besitze zu verlieren. Nach ewigen Suchaktionen (einschließlich der Pferdeweiden), habe ich dann doch das Glück gehabt, dass es in einem Supermarkt abgegeben wurde - sogar noch mit Geld darin. Es gibt doch noch gute Menschen! Dennoch: Karte und TAN-Liste sperren, alles wieder entsperren. Es gibt auch schönere Zeitbeschäftigungen.

Dann habe ich mich Mittwoch das erste mal getraut, alleine mit meinem Vater mit einer Jolle auf das Zwischenahner Meer raus zu segeln. Tja, Hochmut kommt vor dem Fall. Nach ein paar Minuten sind wir gekentert, haben das Boot nicht wieder aufgerichtet bekommen und mussten dann ewig lange im kalten Wasser rumpaddeln, bis uns die DLRG dann endlich eingesammelt hat. An sich ist das ja schon schlimm genug, aber dann standen wir da halt noch ewig, haben versucht das Boot wieder aufzuräumen und die Schäden mit dem Bootsmann in Ordnug zu bringen. Und es war kalt!

Am nächsten Tag (nachdem ich vor Aufregeung nicht eine einzige Stunde geschlafen hatte) musste ich dann die Schmach über mich ergehen lassen und bei der Vorsitzenden des Segelvereins anrufen und ihr erklären, dass ich nach drei Wochen meiner Mitgliedschaft den ersten Schaden angerichtet habe (Zitat: "Na Mitgleider wie sie, die wünschen wir uns ja!").
Ganz nebenbei habe ich bei der ganzen Aktion mein Handy nun endgültig zerstört.

Leicht angeschlagen ging es dann Freitag gleich auch zeitig wieder los nach Leipzig zum WGT. Und da gibts ausnahmsweise mal nichts zu meckern. Die Partys waren super, Bekannte getroffen, neue Leute kennegelernt. Der einzige Haken war das Wetter. Nun bin ich auch endgültig erkältet.

Heute war ich dann los nach Münster um nach Zimmern zur Zwischenmiete für mein Praktikum zu suchen. Ich hab auch ein sehr hübsches und zentral gelgenen Zimmer gefunden, was ich so gut wie sicher habe! So weit so gut. Aber dennoch war ich schon wieder einen Tag lang fas Non-Stop unterwegs, weswegen ich hier jetzt auch nichts näher ausführe sondern gleich in mein Bett falle - schließlich geht es morgen wieder segeln.
Und eventuell ein neues Handy organisieren.
6.6.06 23:15


Ich hab's

So, nun habe ich die super-schöne Wohnung in Münster fast dirket am Dom so gut wie sicher. Die jetzige Bewohnerin muss mir nur noch einen Vertrag zu schicken.
Das läuft ja alles viel unkomplizierter, als ich mir das vorgestellt hätte.

Damit sind nun auch die Formalitäten rund um meine Magisterarbeit geklärt und ich werde dann mal versuchen, mich in den nächsten Tagen auf den Inhalt zu stürzen.

Die erste Frage: Was macht Via Camesina eigentlich konkret und wie Organisationsstruktur?
9.6.06 11:58


Was denn noch?

In den letzten Wochen ist anscheinend der Wurm drin. Nun ist mir letzte Woche auch noch ein 18-jähriger Schnösel mit Muttis Golf und wehenden Fußballfahnen ins Auto gefahren. Mal eben ein Schaden von 1300 Euro.
In der Befürchtung, dass sich diese Strähne vortsetzten könnte, habe ich dann erst mal Sicherungskopien von meiner gesamten Festplatte gemacht - man weiß ja nie.
Aber zurück zum Unfall: Nicht nur, dass ich nun den Stress mit Versicherungen und so weiter habe, ich musste mich auch noch morgends um halb acht von Golf-Fahrer-Pappi zusammen stauchen lassen, was mir unverschämter Göre denn wohl einfallen würde einfach zu behaupten, sein Sohnemann würde, wenn er mit seinen Kumples auf dem Weg zum Fußball ist, unangemessen überholen. Eine Anzeige gegen mich ist mittlerweile bei meinen Eltern eingetroffen. Ich hab allerdings noch gar nicht gefragt, was genau drin steht. Er kann ja mal versuchen, eine Anzeige gegen kleine Frauen, die mit kleinen Autos auf schmalen Straßen GTIs im Wege stehen durch zu kriegen. Viel Erfolg dann auch.
Nun muss ich mir aber noch mal selber auf die Schulter klopfen: Ich hab in der letzten Woche tatsächlich neben dem ganzen Stress noch wirklich viele Texte über "peasent movements" gelesen. Sogar so viele, dass ich mir für die ganzen kopierten Zettel einen Ordner kaufen musste ;-)
22.6.06 23:08


Kannibalen in Detroit

Was selten genug vorkommt: Ich habe heute ein wirklich interessantes Referat an der Uni gehört. Nun bin ich eine ganze Ecke schlauer und weiß viele wichtige Dinge über Peak-Oil. Zum Beispiel, dass die meisten unabhängigen Theoretiker in dieser Sache annehmen, dass wir den Höhepunkt der Ölförderung gerade erreicht haben. Was so viel bedeutet wie: Ab jetzt gehts abwärts.
Deffeyes, der jahrelang wichtige Positionen in großen Ölkonzernen hatte, empfiehlt seinen Mitbürgern darauf sinngemäß, dass sie besser auf das Land ziehen sollten um sich dort selbst zu versorgen. Man solle tunlichst die Städte verlassen, denn "there will be Kannibals in Detroit".
Sowohl die Produktion von Nahrungsmitteln als auch die Verteilung derselben ist heute komplett von Erdöl abhängig. Ferner hat sich Kannibalismus in der Geschichte bisher nicht in abgelegnen Dschungeldörfern ausgebreitet, sondern in den großen Städten während den Hungersnöten.
Schön dagegen zu wissen, dass es in Deroit eine Philosophin gibt, die zusammen mit "Unterschichtenkindern" auf den Industriebrachen der Automobilwerke Landwirtschaft und Gärtnerei betreibt. Praktisch macht sie also aus potenziellen Kannibalen vorsorglich gärtnerde Vegetarier.

Dise Annekdote muss ich dringend an irgendeiner Stelle meiner Magisterarbeit unter bringen. Aber nun gehe ich erst mal Unkraut in meinem Gemüsebeet jäten. Besser ist das!
28.6.06 18:47





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